Beim Stromer gilt: Je länger, desto günstiger

Grauer Peugeot E-2008 mit Streetlife Logo
E-Autos sind in der Anschaffung oft teurer als Verbrenner. Durch niedrige Betriebskosten machen sie die Differenz aber wett.

Wer sich ein E-Auto kaufen will, der schaut auf den Preis. Und das schreckt aktuell noch viele ab. Der Grund: Stromer kosten mehrere tausend Franken mehr als ihre Benzin- oder Diesel-Pendants. Kommt dazu: Wer zuhause noch über keine Wallbox zum Laden verfügt, muss auch hier ins Portemonnaie greifen.

Trotzdem rechnet sich ein E-Auto, sagen Experten. Die Grundlage für ihre Aussage ist die sogenannte Total Cost of Ownership (TCO). Diese Aufstellung berücksichtigt die Kosten eines Fahrzeugs über die gesamte Lebensdauer. Und hier schneiden Elektroautos in allen Klassen – von Kleinwagen bis SUVs – am günstigsten ab.

Doch welche Faktoren machen die E-Autos langfristig günstig? Zum einen ist das die effizientere Energienutzung im Vergleich zu Verbrennern, zum anderen sind es die geringeren Wartungs- und Servicekosten.

Ein Beispiel ist der Fiat 500: Das vollelektrische Modell 500e kostet 37'990 Franken, während man für den benzinbetriebenen Fiat 500 Abarth 595 Turismo 34'990 Franken bezahlen muss. Die jährlichen Betriebskosten liegen beim E-Auto bei 9'461, beim Benziner bei 10'306 Franken. Ab dem vierten Jahr fährt man mit dem Fiat 500e also günstiger.

Ein weiteres Beispiel ist der Peugeot 2008. Der Kaufpreis für die Elektroversion e-2008 156 PS Active liegt bei 36'550 Franken. Die Benzinversion dagegen kostet 29'740 Franken. Pro Jahr muss mit einem finanziellen Aufwand von 8'752 Franken für den Stromer und von 9'430 Franken für den Benziner gerechnet werden. Nach dieser Berechnung lohnt sich das Elektroauto ab dem zehnten Jahr.

Beim VW ID.3 Pro im Vergleich zum VW Golf 1.5 TSI OPF Life beträgt der Preisunterschied 4'600 Franken. Die jährlichen Kosten liegen beim E-Auto bei 9'036 Franken und beim Benziner bei 9'748 Franken. Finanziell schlägt die Elektroversion den Benziner damit ab dem achten Jahr.

Insgesamt kommt die Studie, die mit einer jährlichen Fahrleistung von 15'000 Kilometern und einer Nutzungsdauer von acht Jahren rechnet, zu dem Schluss, dass Elektroautos zwischen 5 und 18 Prozent günstiger sind als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren.

Was in der Berechnung allerdings nicht berücksichtigt wurde, sind die individuellen Faktoren. Nicht in jedem Fall bleibt das Fahrzeug über die benötigte Laufzeit bei den Käuferinnen und Käufern. Und auch für Vielfahrer geht die Rechnung nicht ganz auf. Wer pro Jahr mehr als 15'000 Kilometer zurücklegt, der fährt aktuell noch immer mit einem Diesel am günstigsten.

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