Bridgestone treibt virtuelle Reifenentwicklung voran
Key Facts zum neuen Bridgestone-Simulator:
- Neuer Driver-in-the-Loop-Simulator im europäischen Forschungszentrum
- Hyperrealistische Simulation von Fahrbedingungen
- Bewegungsplattform mit 5 Metern Bewegungsradius
- Reduktion von bis zu 12’000 physischen Testreifen pro Jahr
- Bis zu 60 % weniger CO₂-Emissionen in der Entwicklungsphase
Virtuelle Reifenentwicklung wird realistischer
Herzstück der Anlage ist der VI-grade DiM500 Driver-in-the-Loop Simulator. Der Simulator verfügt über eine grosse mobile Plattform sowie ein Cockpit aus Kohlefaser, das realistische Fahrbedingungen simuliert.
Dank eines Bewegungsbereichs von rund fünf Metern kann das System Kräfte nachbilden, die auch bei realen Fahrtests entstehen. Fahrer tauchen dabei in eine hyperrealistische Umgebung ein, die das Verhalten eines Fahrzeugs auf der Strasse möglichst exakt nachstellt.
Das Besondere: Der Mensch bleibt Teil des Entwicklungsprozesses. Fahrerfeedback
fliesst direkt in die Simulation ein und ergänzt die digitalen Modelle
Schnellere Entwicklung dank KI und Simulation
Durch die Kombination aus High-Fidelity-Simulationen, Fahrerfeedback, historischen Testdaten und Künstliche Intelligenz können Ingenieure neue Reifendesigns deutlich früher bewerten.
Dadurch lassen sich:
- wesentlich mehr Reifenspezifikationen testen
- Entwicklungszeiten verkürzen
- komplexe Fahrbedingungen simulieren
Physische Tests bleiben weiterhin Teil der Entwicklung – allerdings hauptsächlich in den finalen Validierungsphasen.
Weniger Prototypen – mehr Nachhaltigkeit
Ein grosser Vorteil der virtuellen Entwicklung liegt im geringeren Materialeinsatz. Durch den neuen Simulator kann Bridgestone bis zu 12’000 Versuchsreifen pro Jahr einsparen.
Bereits heute reduziert die Technologie Virtual Tyre Development den Rohstoffverbrauch und die CO₂-Emissionen bei der Entwicklung von Erstausrüstungsreifen um bis zu 60 %. Das macht den Entwicklungsprozess nicht nur effizienter, sondern auch deutlich nachhaltiger.
Schnellere Markteinführung neuer Reifen
Ein weiterer Vorteil: Reifen und Fahrzeuge können parallel entwickelt werden. Das erleichtert die Zusammenarbeit mit Automobilherstellern und ermöglicht massgeschneiderte Reifenlösungen für neue Modelle. Der Simulator wird aktuell vor allem zur Analyse des Fahrverhaltens auf trockener Fahrbahn eingesetzt. Künftig soll das System jedoch auch weitere Fahrsituationen und Leistungsbereiche abdecken.
Mit seinen weltweiten Investitionen in Forschung und Entwicklung stärkt Bridgestone damit seine Position als Technologie-Pionier in der digitalen Reifenentwicklung.
«Der korrekte Reifenwechsel ist eine der einfachsten und zugleich wichtigsten Massnahmen für Sicherheit und Fahrkomfort.»



















