Die vier besten Argumente für eine E-Ladestation im Mietverhältnis

Wallbox: Vermieter und Wohnungseigentümer überzeugen
Fachgerecht installiert können Wallboxen bis zu 20 Jahren genutzt werden. Bild: VW
Elektroautos lädt man zu Hause am günstigsten. Für Mietende ist das nicht so einfach. Hier kommen die stärksten Argumente, um Vermieter und Eigentümer zu überzeugen.

Elektrische Fahrzeuge machen bereits fast ein Drittel der Neuzulassungen auf den Schweizer Strassen aus. Dadurch wächst auch das Interesse an privaten Ladeinfrastrukturen. Die Wallbox bietet sich hier als kostengünstige Lösung für den eigenen Stellplatz an. Für Mieter oder Teilhaber eines Mehrfamilienhauses ist das aber gar nicht immer so einfach, denn nicht alle Hausbesitzerinnen oder -eigentümer sind von Anfang an von der Idee begeistert, Ladevorrichtungen zu installieren.

Missverständnisse dominieren

Viele Vorbehalte rühren von Sorgen um Installations- und Stromkosten her oder der Befürchtung, dass die Gebäude-Stromversorgung beeinträchtigt wird. «Es gibt leider viele Missverständnisse in dieser Hinsicht», betont Krispin Romang, Geschäftsführer von Swiss eMobility, und fügt hinzu: «Manche Mythen, wie eine angeblich erhöhte Brandgefahr, halten sich hartnäckig.» Auch persönliche Beziehungen können eine Rolle spielen, besonders bei Gemeinschaftseigentum. Romang weist darauf hin, dass interne Spannungen die Zustimmung für Ladepunkte beeinflussen können. Doch wie kann man solche Bedenken abbauen? Hier sind einige gängige Vorurteile und die entsprechenden Antworten von Swiss eMobility.

«Die Installation kostet zu viel.»

Antwort: Elektromobilität ist mehr als nur ein Trend – sie ist die Zukunft. Ladestationen steigern den Immobilienwert. Eine professionelle Installation garantiert eine Nutzungsdauer von über 20 Jahren. Zudem können Investitionskosten durch höhere Parkgebühren ausgeglichen und je nach Region durch Zuschüsse unterstützt werden.

«Die Stromkosten steigen.»

Antwort: Mit intelligenten Ladesystemen lässt sich der Stromverbrauch je Nutzer erfassen und abrechnen.

«Die Stromverteilung im Haus wird gestört.»

Antwort: Professionell geplante Systeme mit dynamischem Lastmanagement priorisieren den Strombedarf im Gebäude und verhindern Probleme mit der Stromverteilung.

«Es besteht erhöhte Brandgefahr.»

Antwort: Fachmännisch installierte Wallboxen sind sicher. Zudem haben Studien gezeigt, dass Elektrofahrzeuge nicht häufiger brennen als Verbrennungsmotoren. Es stimmt nur, dass sie anders brennen.

Grossvermieter sind offener

Im Mietverhältnis stehen die Chancen auf eine eigene Ladestation am besten bei grossen Immobilienunternehmen. «In der Regel haben diese den Sinn und den Mehrwert einer Ladestation verstanden und gehen mit der Zeit», sagt Romang. Die meisten Widerstände würden bei Wohnungseigentumsgemeinschaften und privaten Vermietern auftreten. Dagegen anzukämpfen sei nicht einfach, so Romang: «Wenn Vermieter generell gegen Neuerungen sind, wird es schwierig. Schliesslich haben sie das letzte Wort.»

Für weitere Infos zum Thema Ladeinfrastruktur empfiehlt Swiss eMobility den Leitfaden für Ladepunkte in Mietobjekten.

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