Kann ich mit meinem Nummernschild richtig Geld verdienen?

Autonummer mit Streetlife Logo
Die Versteigerung von Autokennzeichen hat sich für einige Schweizer Kantone als lukrative Einnahmequelle erwiesen. Doch wie sieht es aus, wenn Privatpersonen ihre Kennzeichen verkaufen wollen?

Nummernschilder: Chancen und Grenzen beim Verkauf:

  • Tiefere oder einprägsame Nummernschilder erzielen an kantonalen Auktionen teils fünf- bis sechsstellige Beträge, etwa «ZH 58» oder «ZH 76».
  • Auf Plattformen wie Ricardo können Privatpersonen spezielle Schilder verkaufen, wobei einzelne vierstellige Zuger Kennzeichen bis zu 17’000 Franken gebracht haben.
  • Ob und wie ein Schild verkauft oder weitergegeben werden darf, regeln die Kantone unterschiedlich; in Zürich ist der private Handel verboten, staatliche Auktionen sind aber erlaubt.

Öffentliche Auktionen erzielen hohe Erlöse

In der Vergangenheit erzielten kantonale Auktionen erstaunliche Summen. So wurden beispielsweise die Schilder "ZH 58" und "ZH 76" für fünf- bis sechsstellige Beträge versteigert. Besonders niedrige oder einprägsame Zahlenfolgen sind gefragt und können hohe Preise erzielen.

Verkaufsmöglichkeiten für Privatpersonen

Neben staatlichen Versteigerungen gibt es Plattformen wie Ricardo, auf denen auch Privatpersonen ihre Nummernschilder anbieten können – allerdings unter bestimmten Voraussetzungen. So zeigte sich, dass einige vierstellige Kennzeichen aus dem Kanton Zug auf Ricardo beachtliche Beträge von bis zu 17'000 Franken erzielten. Doch nicht jede Auktion ist erfolgreich, und viele Angebote bleiben ohne Gebot.

Ein prominentes Beispiel: "ZG 10"

Der Gründer von Bitcoin Suisse, Niklas Nikolajsen, versuchte, sein "ZG 10"-Schild über Ricardo zu versteigern, um einen Rekordpreis zu erzielen. Die Auktion erreichte 375'000 Franken, wurde jedoch aufgrund von Plattformrichtlinien gestoppt. Letztlich kam es nicht zum Verkauf über Ricardo.

Gesetzliche Rahmenbedingungen

Ob und wie ein Nummernschild weitergegeben werden kann, hängt vom jeweiligen Kanton ab. Während einige Kantone den freien Handel erlauben, ist der Verkauf in anderen nur an nahe Verwandte oder Partner möglich. Zürich beispielsweise verbietet den privaten Handel, erlaubt jedoch staatliche Versteigerungen zugunsten der Staatskasse.

Rot: Nur in der engen Verwandtschaft und teils bei Partnerschaft. Grün: An alle im Kanton wohnhaften Personen. Orange: Drei- bis Vierstellig nur in der engen Verwandtschaft, der Rest an alle im Kanton wohnhaften Personen.
Rot: Nur in der engen Verwandtschaft und teils bei Partnerschaft. Grün: An alle im Kanton wohnhaften Personen. Orange: Drei- bis Vierstellig nur in der engen Verwandtschaft, der Rest an alle im Kanton wohnhaften Personen.

Zusätzlich müssen Verkäufer beachten, dass Ricardo keine Kennzeichen zulässt, die noch in Gebrauch sind. Die tatsächliche Übertragung eines Kennzeichens erfolgt ohnehin über das zuständige Strassenverkehrsamt.

Fazit: Lohnt sich der Verkauf?

Ein Blick auf Ricardo zeigt, dass einige Schilder hohe Erlöse erzielen, während andere unverkauft bleiben. Wer ein attraktives Nummernschild besitzt, sollte sich über die kantonalen Bestimmungen informieren und eine Plattform wählen, die den Verkauf ermöglicht. Letztlich entscheidet die Nachfrage über den Erfolg einer Auktion.