Leapmotor – endlich qualitativ gute und bezahlbare Elektroautos
Automarken kommen und gehen. Diesen Trend hat die Elektromobilität und vor allem der Erfolg von Tesla beschleunigt. Vor allem in den USA und China sind zahlreiche Start-ups aus dem Boden geschossen und versprachen den nächsten grossen Wurf des Elektroautos. Die meisten sind Konkurs gegangen, bevor sie ein Auto auf den Markt gebracht haben, geschweige denn über einen Marktstart in der Schweiz nachdenken konnten.
Anders präsentiert sich die Situation bei der chinesischen Marken Leapmotor. Das Unternehmen wurde 2015 gegründet und lieferte vier Jahre später die ersten Fahrzeuge aus. 2023 begann die reine Elektromarke damit, den Eintritt in den europäischen Automarkt zu planen. Dafür ging Leapmotor ein Joint Venture mit dem Multi-Marken-Konzern Stellantis (Citroën, DS, Opel, Peugeot, Alfa Romeo, Fiat, Jeep und anderen) ein. Nach einem Pilotversuch in Frankreich startete Leapmotor letzten Herbst in neuen Märkten und dieses Jahr auch in der Schweiz.
Der erste Auftritt
Schon an der grössten Fahrzeugmesse der Schweiz, der Auto Zürich, machte die neue Marke letzten November mit einem Stand auf sich aufmerksam. Ein vielversprechender Anfang, erzählt der Schweizer Marketingchef Christof Grütter. «Die Messerbesuchenden waren neugierig, die neue Marke zu entdecken, weil das nicht alltäglich ist. Sie haben sehr positiv und offen reagiert, und wir konnten sie mit unserem Preis-Leistungs-Verhältnis überraschen.»
Tatsächlich will Leapmotor genau damit in der Schweiz erfolgreich sein – mit preiswerten und bezahlbaren Elektrofahrzeugen. «Die aktuelle Flaute beim Absatz von Elektroautos sehen wir als Chance, nicht als Risiko», sagt Grütter zuversichtlich. «Die Marke Leapmotor und ihre preiswerten Produkte ermöglichen es allen, den Umstieg auf E-Mobilität zu vollziehen.» Den Anfang machen zwei sehr gegensätzliche Fahrzeugmodelle, mit dem sich die Chinesen breit aufstellen wollen.
Die Einstiegsmodelle
So gibt es den Stadtflitzer T03. Ab 16'990 Franken wartet ein 3,62 Meter kurzer Fünfplätzer mit bis zu 265 Kilometer Reichweite auf die Schweizer Kundschaft. «Er ist das perfekte Einstiegsmodell in die Elektromobilität», erklärt Grütter. «Nicht nur wegen des Preises, sondern auch, weil es ein voll ausgestattetes Fahrzeug ist.» Dazu kommt, dass das Segment der Kleinstwagen aktuell sowieso stark vernachlässigt wird. Viele Hersteller haben ihre Modelle letzten Sommern wegen der neuen Sicherheitsauflagen der EU eingestellt, da eine Aufrüstung zu teuer gekommen wäre.
Daneben gibt es Leapmotors Flaggschiff in der Schweiz zu kaufen. Der SUV C10 ist mit 4,73 Metern Länge ein Raumwunder, gemäss Grütter. Die Preise starten bei 35'900 Franken. Dafür bietet der SUV bis zu 420 Kilometer elektrische Reichweite. Die Batteriezellen sind in das Chassis integriert. «Dadurch wird der Platz optimal genutzt, und es entsteht ein komplett neues Raumgefühl.» Den C10 bietet Leapmotor auch mit Allrad oder als Range-Extender-Version. Ein zusätzlicher Benzinmotor generiert Strom, sollte die Batterie leer sein. Alle Versionen des SUV kosten weniger als 40'000 Franken – unschlagbar im Vergleich zu Konkurrenzen wie Tesla Model Y oder VW ID.4.
Eine Brücke schlagen
Mit dem T03 sticht Leapmotor in eine Lücke, in der es aktuell kaum Fahrzeuge gibt. Und mit dem C10 erfüllen die Chinesen den Wunsch der Kundschaft nach SUV. Das ist bezahlbare Elektromobilität, und deshalb ist Grütter überzeugt, dass seine Marke gut aufgestellt ist für den Schweizer Markt. «Wir bieten Fahrzeuge mit Spitzentechnologie zu sehr fairen Preisen», fasst er das Angebot zusammen. «Damit wollen wir Schweizer Automobilgeschichte schreiben und eine Brücke zwischen Schweizer Konsumenten und einer chinesischen Marke schlagen.» Der Brückenkopf ist mit den zwei Modellen gelegt. Jetzt müssen die Kundinnen und Kunden nur noch drüber gehen – und zugreifen.















