Hier steht die fleissigste Radarfalle der Schweiz

Die fleissigste Radarfalle der Schweiz in Baden
Die Stadt Baden verdiente beispielsweise im Jahr 2023, mit der einzigen stationären Blitzeranlage im Kanton Aargau, insgesamt 1,6 Millionen Franken. Bild: STREETLIFE
Ein Moment der Unachtsamkeit, ein gutes Lied oder ein Gespräch – schon ist man in einer Radarfalle. Bald kommt die Busse ins Haus. Welcher Blitzer in der Deutschschweiz war 2023 besonders aktiv?

Der Spitzenreiter steht in Baden

Die umsatzstärkste Radaranlage 2023 stand im Kanton Aargau. Genauer in der Stadt Baden. Tatsächlich ist es der einzige stationäre Blitzer auf dem ganzen Kantonsgebiet. Er befindet sich an der Gstühl-Kreuzung und brachte der Stadt eine Bussensumme von insgesamt 1,6 Millionen Franken ein.

Zürich ist die Hauptstadt der Blitzer

Mit insgesamt 68 stationären und semi-stationären Anlagen erreicht die Stadt Zürich eine beeindruckende Dichte an Radargeräten. Das Resultat: 39,5 Millionen Franken Bussgelder im Jahr 2023. Besonders auffällig war die Anlage an der Hohlstrasse 285 im Kreis 4. Sie erzielte mit 21'086 Übertretungen Einnahmen von 1,19 Millionen Franken. Auch die Bucheggstrasse 21 und die Brandschenkstrasse 90 trugen mit hohen Einnahmen wesentlich dazu bei.

Auch Winterthur generierte 2023 beachtliche 7,5 Millionen Franken durch 106'464 Verstösse. Besonders häufig blitzte es an der Salomon-Hirzel-Strasse sowie an der Schlosstalstrasse, die beide zu den umsatzstärksten Standorten zählten.

Bei den Kantonen ein wichtiger Budgetposten

Spitzenreiter ist auch hier Zürich: So generierte der Kanton mit seinen Anlagen Einnahmen von 27,7 Millionen Franken. Auffallend fleissig war der neue Blitzer in der eben erst eröffneten Gubrist-Röhre. Erst seit April 2023 in Betrieb blitzte es dort bereits 19'000-mal.

Nur knapp dahinter liegt der Kanton Bern mit einer Summe von 27,4 Millionen Franken aus 400'004 Übertretungen. Und auch der Kanton St. Gallen knackte die 20-Millionen-Grenze. Dort spülten 306'300 Übertretungen 23,03 Millionen Franken in die Staatskasse.

Ein temporärer Blitzer im Kanton Baselland sorgte ebenfalls für hohe Einnahmen. Die Anlage auf der Autobahn A3 bei Tenniken blitzte während der dort stattfindenden Bauarbeiten ganze 25'748-mal. Mittlerweile wurde der Blitzer aber wieder entfernt.

Radarfalle
Jährlich nehmen Städte und Kantone Millionen von Franken mit Geschwindigkeitsbussen und Rotlichtmissachtungen ein. Bild: Kapo SO

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