Autoreisen im Sommer 2026: Das kostet die Fahrt in die Ferien

Meer und Liegen
Maut, Vignetten und Treibstoff: So viel kostet die Autofahrt von Zürich nach Rimini, Saint-Raphaël, Rovinj, Velden und Sylt im Sommer 2026.

Wer mit dem Auto ans Meer oder an einen See fährt, bezahlt längst nicht mehr
nur den Treibstoff. Neben den Kosten fürs Tanken kommen Vignetten, Mautgebühren
und neue digitale Bezahlsysteme hinzu.

STREETLIFE hat berechnet, wie teuer eine einfache Fahrt von Zürich zu fünf
beliebten Ferienzielen im Jahr 2026 wird – und zeigt, wo Reisende besonders
aufpassen müssen.

Alles auf einen Blick:

  • Die Fahrt von Zürich nach Rimini kostet rund 144 Franken.
  • Für die Strecke nach Saint-Raphaël fallen rund 192 Franken an.
  • Die einfache Fahrt nach Rovinj kostet rund 177 Franken.
  • Für die Reise nach Velden am Wörthersee müssen rund 150 Franken eingeplant werden.
  • Mit rund 200 Franken ist Sylt trotz fehlender Autobahnmaut das teuerste Ziel im Vergleich.

Die Sonnenbrille liegt bereit, die Kühlbox ist verstaut und das Navi zeigt
Richtung Süden. Für viele Schweizerinnen und Schweizer beginnen die Ferien
nicht erst am Strand, sondern bereits auf der Autobahn.

Doch die Zeiten, in denen hauptsächlich der Benzinpreis über die Reisekosten
entschied, sind vorbei. Heute gelten in fast jedem Land eigene Mautsysteme,
digitale Vignetten und elektronische Zahlungsmodelle.

Zusätzlich steigen die Gebühren für die Infrastruktur regelmässig. Wer sich
vor der Abfahrt nicht informiert, zahlt deshalb schnell mehr als geplant – oder
riskiert sogar hohe Bussen. Besonders Italien, Frankreich und Slowenien setzen
zunehmend auf digitale Mauterfassung.

STREETLIFE hat die Kosten für eine einfache Fahrt von Zürich zu fünf
beliebten Ferienzielen berechnet. Grundlage sind die Mautgebühren für 2026, ein
durchschnittlicher Verbrauch von acht Litern pro 100 Kilometer sowie ein
Treibstoffpreis von 2.20 Franken pro Liter an der Autobahntankstelle.


Zürich–Rimini: Ferienklassiker an der Adriaküste

Rimini gehört seit Jahrzehnten zu den klassischen Sommerzielen der
Schweizerinnen und Schweizer. Viele Familien sind über den Gotthard an die
italienische Adriaküste gefahren. Breite Strände, warmes Wasser und die gut erreichbare Lage machen den Ferienort weiterhin beliebt.


Die Kosten für die Fahrt nach Rimini

Die rund 610 Kilometer lange Fahrt von Zürich nach Rimini kostet insgesamt etwa 144 Franken. Davon entfallen rund 106 Franken auf den Treibstoff und rund 38 Franken auf die Maut.

Die grössten Zusatzkosten entstehen auf dieser Strecke somit nicht beim Tanken, sondern an den Mautstellen. Italien hat die Autobahngebühren Anfang 2026 erneut erhöht. Je nach Route fallen von der Schweizer Grenze bis an die Adriaküste rund 38 bis 46 Euro an.

Italien setzt zunehmend auf digitale Mautsysteme

Auch das Bezahlen verändert sich. Neben klassischen Mautstationen führt Italien immer mehr sogenannte «Free-Flow»-Systeme ein. Dabei gibt es keine Schranken mehr. Kameras erfassen automatisch das Kontrollschild, während die Zahlung später online oder über eine registrierte Mautbox erfolgt. Besonders betroffen sind Strecken rund um Mailand, Turin und Como. Auf Teilen der A36, A59 und A60 in der Lombardei erfolgt die Mauterfassung bereits vollständig elektronisch.

Wer die Zahlung vergisst, muss später mit Nachforderungen rechnen. Laut ADAC können offene Mautforderungen in Italien bis zu zehn Jahre verfolgt werden.

Auto packen

Eine Neuerung gibt es 2026 ebenfalls

Bei erheblichen Verzögerungen durch Baustellen oder Sperrungen können Reisende unter bestimmten Voraussetzungen einen Teil der bezahlten Maut über eine App zurückfordern. Für die meisten Schweizerinnen und Schweizer bleibt Rimini dennoch eines der günstigsten Ziele für Ferien mit dem Auto.

TCS Karte

Zürich–Saint-Raphaël: Hohe Mautkosten an die Côte d’Azur

Wer an die Côte d’Azur fährt, erreicht eine Region mit Sonne, Yachthäfen und türkisblauem Meer. Saint-Raphaël liegt zwischen Cannes und Saint-Tropez und zählt zu den beliebten Ferienorten am Mittelmeer.

 

Die Ferienfahrten im Detail

Die Kosten für die Fahrt nach Saint-Raphaël

Die rund 740 Kilometer lange Fahrt von Zürich nach Saint-Raphaël kostet insgesamt etwa 192 Franken.

Davon entfallen rund 130 Franken auf den Treibstoff und rund 62 Franken auf die Maut.

Die französische Autobahn wird für Reisende damit deutlich teurer als viele andere Routen. Von der Schweizer Grenze bis an die Côte d’Azur fallen je nach Strecke rund 60 Franken Maut an. Frankreich finanziert sein dichtes Autobahnnetz über Gebühren, da viele Strecken privat betrieben werden.


Klassische Mautstationen verschwinden zunehmend

Auch in Frankreich verschwinden zunehmend klassische Mautstationen. Auf immer mehr Abschnitten übernehmen Kameras die automatische Erfassung der Kontrollschilder.

Bezahlt wird anschliessend online oder über einen elektronischen Transponder. Beispiele dafür sind die A79 nördlich von Lyon und weitere «Free-Flow»-Strecken.


Vorsicht vor gefälschten Zahlungsaufforderungen

Zusätzlich warnen Behörden vor gefälschten Zahlungsaufforderungen. Reisende erhalten vermehrt SMS oder E-Mails mit angeblich offenen Mautforderungen von Betreibern wie Vinci Autoroutes oder Ulys.

Dahinter können Phishing-Versuche stecken. Offizielle Forderungen sollten deshalb immer direkt über die Webseiten der Betreiber geprüft werden.

Trotz der hohen Gebühren bleibt die Côte d’Azur eines der beliebtesten Ferienziele. Die Anreise kostet inzwischen allerdings fast so viel wie ein günstiger Flug ans Mittelmeer. Dafür steht das eigene Auto am Ferienort bereit.


Zürich–Rovinj: Durch drei Länder nach Istrien

Kroatien hat sich vom Geheimtipp zu einem festen Bestandteil der Schweizer Ferienplanung entwickelt. Besonders Istrien zieht jedes Jahr zahlreiche Besucherinnen und Besucher an. Rovinj begeistert mit seiner historischen Altstadt, engen Gassen und der Lage direkt am Meer.


Die Kosten für die Fahrt nach Rovinj

Die rund 800 Kilometer lange Fahrt von Zürich nach Rovinj kostet insgesamt etwa 177 Franken. Davon entfallen rund 140 Franken auf den Treibstoff und rund 37 Franken auf Mautgebühren und Vignetten. Die Route führt durch Italien, Slowenien und Kroatien. Besonders Slowenien sorgt bei vielen Reisenden für Überraschungen.


Die slowenische Vignette ist vollständig digital

Slowenien hat die Klebevignette abgeschafft und setzt vollständig auf ein digitales System. Die Vignette wird online gekauft und mit dem Kontrollschild verknüpft.

Für Personenwagen kostet die Sieben-Tages-Vignette 2026 16 Euro. Die Monatsvignette ist für 32 Euro erhältlich. Wer ohne gültige Registrierung bis zur kroatischen Grenze weiterfährt, riskiert hohe Bussen von mehreren Hundert Euro.


Kroatien berechnet die Maut nach Strecke

In Kroatien selbst wird die Maut weiterhin abhängig von der gefahrenen Strecke berechnet. Bezahlt wird an Mautstationen mit Kreditkarte, Bargeld oder elektronischen Systemen. Zusammen mit den Gebühren in Italien und Slowenien entstehen Kosten von rund 37 Franken. Trotz der Durchfahrt durch drei Länder bleibt Rovinj eine vergleichsweise
günstige Auto-Destination. Besonders für Familien mit viel Gepäck, Kinderwagen
oder Sportausrüstung ist Istrien deshalb weiterhin attraktiv.


Zürich–Velden: Mit dem Auto an den Wörthersee

Für Sommerferien muss es nicht immer das Meer sein. Der Wörthersee bietet türkisfarbenes Wasser, eine Promenade und mediterranes Sommergefühl.

Die Kosten für die Fahrt nach Velden

Die rund 630 Kilometer lange Fahrt von Zürich nach Velden am Wörthersee kostet insgesamt etwa 150 Franken.

Davon entfallen rund 115 Franken auf den Treibstoff und rund 35 Franken auf Vignette und Sondermaut. Österreich bleibt für Schweizer Autofahrerinnen und Autofahrer damit vergleichsweise günstig.


Vignette und Sondermaut in Österreich

Für die Strecke nach Velden reicht normalerweise eine Zehn-Tages-Vignette. Diese kostet 2026 12.80 Euro. Alternativ gibt es eine Zwei-Monats-Vignette für 32 Euro.

Das klassische Klebepickerl wird zunehmend durch die digitale Vignette ersetzt, die direkt mit dem Kontrollschild verbunden ist. Zusätzlich zur Vignette fällt auf der Tauernautobahn eine Sondermaut von aktuell 15.50 Euro pro Strecke an.

Insgesamt ergeben sich Gebühren von rund 37 Euro beziehungsweise rund 35 Franken für die Hinfahrt. Reisende sollten ausserdem mit Sommerstaus vor dem Tauerntunnel und auf den Grossbaustellen entlang der A10 rechnen.


Zürich–Sylt: Keine Maut, aber die längste Strecke

Während viele europäische Länder auf Mautgebühren setzen, bleibt Deutschland eine Ausnahme. Wer Richtung Nordsee fährt, bezahlt mit dem Personenwagen weiterhin keine Autobahngebühr.

Die Kosten für die Fahrt nach Sylt

Die rund 1150 Kilometer lange Fahrt von Zürich nach Sylt kostet etwa 200 Franken. Mautgebühren fallen auf der deutschen Autobahn nicht an. Aufgrund der langen
Strecke entstehen jedoch Treibstoffkosten von rund 200 Franken. Die Reise nach Sylt zeigt damit, dass nicht nur Mautgebühren die Ferienkasse belasten. Die Strecke ist deutlich länger als bei allen anderen verglichenen Zielen.


Hohe Preise an Autobahnraststätten

Hinzu kommen höhere Preise an deutschen Autobahnraststätten, die häufig deutlich über den Preisen normaler Tankstellen liegen. Während sich Reisende zunehmend mit Vignetten, Tunnelgebühren und digitalen Mautsystemen beschäftigen müssen, bleibt 2026 ein weiterer Faktor entscheidend: die Entfernung.


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