Saharastaub: Wie du dein Auto schützt und den Glanz bewahrst
Wer sein Auto draussen stehen hat, der hat im Frühling einiges zu tun. Zum einen sorgt der Pollenflug für Dreck auf dem Fahrzeug, zum anderen sind die Luftmassen wiederholt mit Saharastaub beladen. Bad News: Wer Sand und Staub liegen lässt, riskiert Schäden am Autolack. Um das Fahrzeug zu schützen, sollten einige wichtige Schritte befolgt werden.
Hohe Temperaturen sind Gift
Das Wichtigste sei es, schnell zu handeln, erklärt Stefan Kopp, Inhaber und Geschäftsführer der Kopp Unternehmensgruppe GmbH in St. Gallen. «Sollte der Staub nicht entfernt werden, könnte sich dieser bei sehr hohen Temperaturen in den Lack einbrennen und unschöne Lackschäden hinterlassen.»
Ein entscheidender Faktor seien hier die Farben. «Heller Lack ist nicht so empfindlich wie dunkler», sagt Kopp. Der Fachmann empfiehlt deshalb: «Am besten so schnell wie möglich reinigen.» Professionelle Hilfe bei der Reinigung finden Kunden bei den Carmarket-Händlern. Die meisten Anbieter verfügen über eine Waschanlage mit den gängigen Waschprogrammen.
Mit viel Wasser arbeiten
Ein wesentlicher Schritt bei der richtigen Autoreinigung sei die Vorwäsche, so Kopp. «Am besten mit Hochdruckreiniger und warmem Wasser dahinter», erklärt er. Sein wichtigster Insidertipp: «Wenn möglich immer mit viel Wasser arbeiten – mit oder ohne Hochdruckreiniger.»
Das gelte übrigens auch für die Nachreinigung. «Wer einen Schwamm einsetzt, sollte ebenfalls viel Wasser verwenden. Und nicht vergessen: Den Schwamm regelmässig ausspülen.» Nur so könne verhindert werden, dass Sandrückstände den Autolack zerkratzen.
Was ist besser? Schwamm oder Waschstrasse?
Beide Varianten hätten ihre Vorteile, erklärt Kopp. Doch er sagt auch: «Waschtrassen sind gut, aber bitte nur, wenn eine sehr gründliche Vorwäsche geleistet wird.»
Um langfristige Schäden durch Saharastaub zu vermeiden, gibt es verschiedene Schutzmassnahmen, die ergriffen werden können. «Mit Keramikversiegelungen oder sogenannte PPF-Folierungen kann man den Wagen vor Schäden schützen», erklärt Kopp. «Diese Produkte bieten eine zusätzliche Schutzschicht, die verhindert, dass Staub und Schmutz tief in den Lack eindringen und Schäden verursachen.»